Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Gebabbel rund um PFYC

Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Spartacus » 27 Jan 2013 4:51

Dachte ich mir auch, als ich mir nach 3 Tagen mal so die Ergebnisse angeschaut habe. :)
Denke aber, daß vor allem beim jeweils ersten Spiel einer Mannschaft im Turnier Unentschieden kein schlechter Tip ist. Und wahrscheinlich ist das bei den Hocheumalinierten, oder wie des heißt, net anners.
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Goyschak » 27 Jan 2013 5:11

wie issn das jetz.
wettanbieter bietet quote x zu y
aber dann kommt doch der roullette effekt, dass man nicht gegen die bank gewinnen kann. zumindest konnte ich frueher beim 17 und 4 nicht gegen meinen opa gewinnen, wenn er die bank hatte...

wettanbieter = baank
bank gewinnt immer
warum wetten?
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Spartacus » 27 Jan 2013 5:56

Berechtigte Frage. Beschäftige mich so seit nem halben Jahr mal wieder intensiver mit der Materie und da stand die These natürlich auch schon im Fokus meiner Überlegungen. Ich sehe es im Moment ein bißchen anders. Natürlich spielt man materiell gegen die Bank. Aber im Grunde, glaube ich, spielt man de facto hauptsächlich gegen die ganzen anderen Pseudo-Experten, die ihr Geld dahin tragen. Die Bank macht natürlich im Schnitt immer ihren Gewinn, aber im Grunde geht es darum, schlauer zu sein, als der Schnitt der spielt + X, wobei X der Gewinn der Bank ist. Es geht noch um einiges mehr, denn das Ganze ist eine recht komplexe Geschichte, obwohl es eigentlich erstmal banal erscheint. Aber mir kommen immer wieder Fragen und Gedanken dazu, die ich vorher noch nicht hatte.

Was Deine Frage angeht, ist m.e. folgendes zu berücksichtigen:
Sportereignisse sind keine rein zufälligen Ereignisse, wie Roulette oder Black Jack. Natürlich lassen sich auf großer Datenbasis Wahrscheinlichkeiten berechnen, die es ermöglichen, sie wie zufällige Ereignisse zu behandeln. Aber trotzdem ist das Ergebnis nicht rein zufällig. Du kannst also aufgrund spezifischer Kenntnisse, Ahnungen, was auch immer, einen Vorteil haben. Beispiele: Du warst im Stadion, hast gesehen, wie die Eintracht drauf ist und sagst, nächstes Heimspiel gg. die Bauern können die auch gewinnen. Als ich damals den Wimbledon-Sieg von Stich gewettet habe, hatte ich ihn vorher in Paris gesehen (glaube im Halbfinale ausgeschieden), wo er super gespielt hat. Aber er war ja nun mal kein Sand-, sondern eher ein Rasenspieler und als er in Wimbledon im Viertelfinale war, hab ich mal was gesetzt. Natürlich ware er krasser Außenseiter, damals waren Becker, Edberg usw. angesagt. Hätte ich keine Spiele von ihm in Paris gesehen, hätte ich wahrscheinlich nicht gesetzt. So einen Effekt gibt es beim reinen Glückspiel nicht, da spielst Du immer ausschließlich gegen den Zufall.
Der andere Punkt ist eben der, daß Du nicht nur gegen die Bank, sondern de facto auch gegen die anderen Zocker spielst. Ich gehe davon aus, daß das Wettbüro im Schnitt eine gewisse Marge einstreicht. Keine Ahnung, wie hoch die ist, aber ich schätze, nicht viel mehr als 10%. Soweit nicht kartellartige Verhältnisse gegeben sind, befinden sich die Broker in einer marktwirtschaftlichen Wettbewerbssituation. Und wenn ein Büro immer wesentlich schlechtere Qouten, als die anderen zahlt, spricht sich das rum. Also gehe ich davon aus, daß die Gewinnmargen nicht enorm sind, sondern die vor allem an der Masse verdienen. Wenn jetzt der angenommene Satz richtig wäre, würde das bedeuten, daß 90% der eingezahlten Gelder nicht in die Taschen des Wettbüros fließen, sondern unter den Zockern den Besitzer wechseln. :wink:
Zuletzt geändert von Spartacus am 27 Jan 2013 6:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Goyschak » 27 Jan 2013 6:01

Kurz und knapp: du denkst, du bist schlauer als die anderen.
schlauer + 10 % für die bank.

Verwirrendes Konzept.
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Spartacus » 27 Jan 2013 6:11

Das würde ich so ohne weiteres nicht behaupten. Halte es aber für möglich. 8)
Aber wie gesagt, das Ganze hat sehr viele Facetten (was spiele ich, wie spiele ich, wann sollte ich besser nicht spielen) und da sucht man sich irgendwie seinen Weg. Und es gibt auch Anschauungsmaterial aus der Praxis, wo man schon mal sieht, na so wie der es macht kann es nix werden. :? Aber man kann vielleicht z.T. auch sehen, wie was geht. (Bei den Sieger-Wetten, über die de Anas un ich hier manchmal quatschen.)
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Goyschak » 27 Jan 2013 6:14

Wenn die Bank auch nur einen Cent pro Wette verdient, ist der Erwartungswert für jeden einzelnen Spieler negativ.

Dann, nur dann kann man nur gewinnen, wenn die anderen dümmer sind.
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Spartacus » 27 Jan 2013 6:22

Ich kenne jemanden, der fast immer solange spielt, bis er alles verloren hat, was er vorher evtl. gewonnen hat. Inwieweit beeinflußt das dann den allgemeinen Erwartungswert?
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon jgs » 27 Jan 2013 16:19

Wenn man das jedes Wochenende oder öfter macht sollte man sich durchaus solche Fragen stellen. Könnte dann aber auch zu spät sein.
Ich geb 3mal im Jahr just for fun nen Oddset-Tipp für 2,50 ab und damit hat sich das. Gewinn ich was freu ich mich und wenn nicht hält sich der Verlust in Grenzen.
Manchmal ärger ich mich aber noch damals am Anfang der EM nicht als zwofuffzich auf den absoluten Idiotentip Griechenland gesetzt zu haben. Konnte mir aber hinterher trotzdem ein paar Ouzos leisten :mrgreen:
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Spartacus » 27 Jan 2013 17:15

Stimmt, damit hättest Du richtig absahnen können. :)
Aber man freut sich doch auch im nachhinein noch manchmal darüber, daß man sowas getroffen hat, oder?
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon jgs » 27 Jan 2013 18:14

Spartacus hat geschrieben:Aber man freut sich doch auch im nachhinein noch manchmal darüber, daß man sowas getroffen hat, oder?


Absolut. Weil es zu der Zeit der total irrationale Tip einfach wegen der hohen Quote war. Man rechnet ja nicht damit das mit so einem blinden Huhn ein Korn trifft. :-----
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Libero1975 » 27 Jan 2013 21:35

beim Roulette gewinnt die Bank immer, weil es eine Zahl gibt, bei der garantiert jeder Spieler verliert, die Null. So kommt es bei der statistisch notwendigen Menge an Spielen immer zum Gewinn der Bank. Ohne die Null wäre der Erwartungswert tatsächlich bei 0 Euro für Bank und Spieler.

Bei Wettbüros sind es die vielen Gelegenheitsspieler, die auf Blöd einfach mal wetten ohne große Vorkenntnisse. Die setzen dann wenig Geld auf viele Spiele und verlieren garantiert. Die erwirtschaften die Gewinne der Gewinner und die Gebühren sind dann der Gewinn der Wettbüros. Kann mir auch vorstellen, dass die Büros gegen hohe Gewinne eine Versicherung haben, sowas ist ja auch bei Gewinnspielen mit nicht garantierter Ausschüttung die Regel (z.b. Torwandschiessen, bei 6 Treffern gibts ein Auto usw.).
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Spartacus » 28 Jan 2013 22:34

So ein Wochenende brauch ich sobald nicht wieder. :(

Gibts eigentlich unterschiedliche Wertungsmöglichkeiten für Spiele, die ausfallen?
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Goyschak » 28 Jan 2013 23:20

Libero1975 hat geschrieben:Bei Wettbüros sind es die vielen Gelegenheitsspieler, die auf Blöd einfach mal wetten ohne große Vorkenntnisse. Die setzen dann wenig Geld auf viele Spiele und verlieren garantiert.

Das meinte ich ja mit schlauer sein.

Aber: im Vergleich zum Roulette sind die Quoten aber nicht fix und müssen deshalb nicht zwingend in Summe 1 ergeben.

Beispiel:
Sieg SGE: 1:3
Unetntschieden SGE: 1:3
Niederlage SGE: 1:3
währe eine faire Wette.

bei übertrieben gesagt
Sieg SGE: 1:2
Unetntschieden SGE: 1:2
Niederlage SGE: 1:2

gewinnt die Bank garantiert bei gleicher Wahrswcheinlichkeit für die drei Ergebnisse.
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon Spartacus » 29 Jan 2013 0:14

Die Rechnung kannst Du so nicht machen. Einerseits kommt das so gar nicht unbedingt hin. Die Quoten für unser nächstes Spiel ergeben in der Summe 8,7, wären also doch sehr nahe, an dem, was Du als fair einstufst. Für einen Fürth-Sieg gab es bei den Bauern eine 20er Quote, fürn Unenetschieden noch ca. 9. Natürlich versuchen die Buchmacher, die Quoten so zu kalkulieren, daß sie ihren Schnitt machen. Aber mit den Quoten, die veränderlich sind, reagieren sia ja auch auf das Setzverhalten. Insofern könnten sie sich ja auch verzocken. Der Punkt ist eben, daß wir es nicht mit einem rein zufälligen Ereignis zu tun haben. Insofern geben die Quoten in erster Linie eine Einschätzung über die Chancen durch Buchmacher und Spieler wieder. Und da kann man natürlich auch immer eine andere Einschätzung haben. Beim Roulette ist die Chance für rot jedesmal 18/37, bei Fürth gegen Bayern halt nicht.
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Re: Spielsucht hat viele Gesichter - Der Wettfred

Beitragvon ANA » 06 Feb 2013 12:24

Nordkorea-Laos 1300 Uhr......Tore Tore Tore !!!

Livewetten werden ich dieses Spiel!
Zur HZ etc als auf Tore wenns rappelt!!!
NUR DIE SGE !!!

Mafia de Rest !!!
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