rohr-innen-sanierung

Gebabbel rund um PFYC

rohr-innen-sanierung

Beitragvon vubben » 19 Jun 2010 18:05

hat jemand von euch das schon mal in einer größeren (70 wohnungen, hausverwaltung auch sonst eher bequem) wohneinheit mitgemacht?

ich selbst bin sehr skeptisch, vor allem was die dauerhaltbarkeit angeht.
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Beitragvon Durchlauferhitzer » 19 Jun 2010 22:30

Hi Achim,

das ist ein sehr komplexes Thema und für mich als Fazit negativ zu bewerten.

Ich habe in 2 Objekten in den vergangenen Jahren, eine solche Instandsetzung erlebt bzw. betreut.
Dabei handelte es sich um Objekte (Stilaltbau), die Aufgrund einer Sanierung, nicht wieder zu 100% hergestellt hätten werden können.
Grundsätzlich funktioniert die Sache, aber es gibt Einwände die nicht von der Hand zu weisen sind.

Geschmack im Trinkwasser u.U. möglich,
Steigleitungsverbindungsverrohrung zu den Etagenabzweigen meist nicht instandsetzbar,
Endverrohrung meist nicht erreichbar,
nach der sanierung ist u.U. mit Folgeschäden zu rechnen zB. Lochfraß,
usw.

Eine Rohrsanierung bedeutet, dass entweder die Verrohrung uralt ist, oder das Wasser an den eingesetzen, minderwertigen Materiealien dann meist, gefallen gefunden hat, -es frist der Kalk sich durch, oder verstopft diese.
In solchen Fällen ist es dann auch ratsam, eine Trinwasseraufbereitunganlage dem Versorgungsnetz vor zu schalten. Bei 70 Parteien sowieso empfehlenswert!

Es kommt immer auf die örtlichen Gegebenheiten an, pauschalisieren kann man nicht.
Aus welchem Material besteht die mom. Hauswasserversorgung?
Ist ein Materialmix verbaut? -ganz schlecht!

Eine Komplettsanierung ist bei vertretbaren wirtschaftlichen Verhältnissen die immer bessere Wahl.

Auch gibt es verschiedene Methoden einer Rohrinnensanierung, wobei der, der sein System anbietet, immer das Beste hat! :wink:

Systeminstandsetzungen die nach Instandsetzung mit einer Rohrinnenbeschichtung aufwarten, sind m.M.n schon ganz nahe am Betrugsdelikt, obwohl die Gängigen auch zertifiziert sind.

Das ist wie bei einem alten Auto.
Du kannst machen was du willst, auch wenn es top in Schuss ist ... es ist und bleibt ne alte Kiste!

Edit sagt: Da war doch noch was! :wink:

Zum Beispiel Epoxidharzbeschichtung:
Abgesehen davon, daß kein einziger Systemanbieter eine DVGW-Zertifizierung für sein System vorweisen kann, ebenso wie kein einzier Beschichtungsbetrieb eine DVGW-Zertifizierung hat, kein Epoxidharz die geforderten Eigenschaften erfüllt, insbesondere auch auf gesundheitsgefährdende Abgaben von Bestandteilen in das Trinkwasser, würde ich jederzeit von einer solchen Sanierungsmaßnahme abraten!

Gerade bei Kupferohr wird es durch den abrassiven Reinigungsvorgang ("Sandstrahlen" im Überdruck-, oder auch Vakuum- Verfahren) unweigerlich zu Rohrbrüchen kommen!
Gerade an Stellen in Bögen, in denen einerseit die "lange Seite" stark geschwächt wird, andererseits im Bogen (Innenseite), sowie an Übergängen, etc. keine 100% metallisch blanke Reinigung erfolgen kann, ist eine erfolgreiche 100% Reinigung ohne Rohrbrüche unmöglich!

Stemmarbeiten mit entsprechenden Folgearbeten werden notwendg, was man ja gerade durch dieses System der Innenbeschichtung vermeiden wollte!
"Schnell und ohne Dreck und Folgeksten sanieren!" damit wird ja das System beworben, nur verschweigt man, daß man keine DVGW-Zulassung hat und statt dessen zaubert man Tests und Untersuchungen vom "eigenen Institut"! aus dem Hut!
Ebenso verschweigt man, daß man keinen 100%tigen Erfolg erzielen kann, denn entweder man hat an jedem Bogen einen Rohrbruch, oder aber man beschichtet eben nicht das blanke Rohr, sondern den Dreck, der nur notdürftig entfernt wurde.

So, das wars aber jetzt! :?
Kommt davon wenn man zwei Sachen auf einmal machen will.
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Beitragvon victorgrignard » 19 Jun 2010 23:18

na Uwe, dass nenne ich mal eine umfassende Auskunft :shock: :shock: :shock:
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Beitragvon Spartacus » 20 Jun 2010 0:05

Bild

8)
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Beitragvon jgs » 20 Jun 2010 13:11

Und ich dacht bei dem Fred-Titel es ginge um was urologisches fürn Enzo..... 8)
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Beitragvon Goyschak » 20 Jun 2010 13:29

jgs hat geschrieben:Und ich dacht bei dem Fred-Titel es ginge um was urologisches fürn Enzo..... 8)

Einfach einen geblockten Katheter ziehen, dann ist das Rohr von Innen wieder sauber. 8)
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Beitragvon vubben » 20 Jun 2010 13:42

erstmal vielen dank Uwe. ohne pfyc-adler würde im universum wahrscheinlich nicht viel funktionieren :wink:

ich hatte sicherheitshalber mit 0 ernsthaften antworten gerechnet, dann kommt sowas :shock:

leider kann ich dir noch keine details nennen, ausser dass es alt ist (42 jahre), besonders warmwasser zu oft ausgefallen ist und jederzeit mit rohrbrüchen gerechnet werden muss.

nachdem ich im netz etwas recherchiert hatte, war ich mir sehr unsicher, ob das der richtige weg ist. diese bedenken hast du noch bestärkt.

ansätze für nervige fragen gibts jedenfalls genug.

gemacht wird es von http://www.walter-mengen.de
wirklich ergiebig ist die homepage aber nicht.
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Beitragvon vubben » 20 Jun 2010 13:44

Goyschak hat geschrieben:
jgs hat geschrieben:Und ich dacht bei dem Fred-Titel es ginge um was urologisches fürn Enzo..... 8)

Einfach einen geblockten Katheter ziehen, dann ist das Rohr von Innen wieder sauber. 8)


mit den unvermeidlichen antworten habe ich natürlich schon gerechnet :lol:
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Beitragvon Durchlauferhitzer » 20 Jun 2010 23:36

Bitte!
Manchmal weiß ich auch was. 8)
Der Bereich Haustechnik ist keine Anstrengung für mich.
Ich verdiene mein täglich Brot u.a. auch im Facility Management
und habe ernsthafte handwerkliche Ausbildungen.

Dass das Warmwasser stärker als Kaltwasser betroffen ist, liegt am deutlich höheren Kalkausfall bedingt durch die höheren Temperaturen.

Ob dieser Betrieb, der die Sanierung durchführt, gut oder nicht so gut ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ein Meisterbetrieb sollte aber schon in der Lage sein, die Arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen durch zu führen.

Und .. Ja!
Du hast dich schon informiert.
Sehr gut!
Im Internet gibt es bestimmt ausführlichere Pro & Kontra - Meinungen.
Das deutsche Kupfer-Institut hält bestimmt auch Merkblätter zum wichtigsten Gut, unserem Trinwasser, bereit.
Lese dich dort mal schlau!

Ich bin momentan leider im Umbaustress und finde meine Unterlagen diesbezüglich erst wieder nach dem auspacken der Umzugkartons.
Deshalb mal so alles aus dem Kopf was hängen geblieben ist.

42 Jahre?
Time to say goodbye.
Alles neu, meine Meinung.

Im Zweifelsfall zusammen legen und einen unabhängigen Gutachter für die Mieterseite zu rate ziehen.
In der Hinterhand halten und wenn es drauf ankommt den Joker ziehen, wenn die Vermieterseite zu blöd dazu ist und/oder nur günstig will.

Einen unabhängigen Gutachter bekommt man nicht von der IHK zugeteilt, die stecken mit den Installateuren unter einer Decke. :wink:
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Beitragvon victorgrignard » 21 Jun 2010 13:26

Immerhin ist 42 die Antwort auf alle Fragen des Universums und des ganzen Restes!! Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung für das arme Rohr... :roll: Obwohl, meins ist auch schon 41 :? 8) :shock:
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Beitragvon Durchlauferhitzer » 21 Jun 2010 20:57

42 ??

Handtuch nicht vergessen! 8)
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